Rede: Organspenden und Organtransplantationen in Rheinland-Pfalz fördern

Gesundheit

Sehr geehrter Herr Präsident,

verehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich bin sehr froh, dass bei den vielen Dissensen, die sonst in diesem Haus herrschen, dies bei dem Thema „Organspenden“ nicht der Fall ist.

Mit diesem gemeinsamen Antrag wollen wir dazu beitragen, das Thema „Organspenden“ und „Organtransplantationen“ mehr in das Bewusstsein der Menschen zu transportieren.

Aber auch mit Maßnahmen begleiten, die Vertrauen schaffen.

Grundvoraussetzungen dazu sind bereits eingeleitet, die auch wegen Fehlhandlungen und Manipulationen in der Vergangenheit, dringend notwendig wurden.

Mit dem Transplantationsgesetz wurden Kontrollinstrumentarieren gestärkt, mehr Transparenz geschaffen und es wird Fehlanreizen entgegen gewirkt.

Es ist mehr als unverantwortlich, wenn aufgrund von Veröffentlichungen von Manipulationen, die Bereitschaft zur Organspenden zurückgehen.

Organe, die Leben retten können.

Wenn wir erfreulicherweise heute feststellen können, dass die Anzahl der Organspenden in Rheinland-Pfalz nicht so gravierend zurückgegangen sind, wie in anderen Bundesländern, dann ist das mit Sicherheit der „Initiative Organspende Rheinland-Pfalz“, die seit Jahren kontinuierlich unter der Federführung der LZG vorangebracht wird, zu verdanken.

Wir hatten hier im Haus, vor nicht allzu langer Zeit die Fotoausstellung „Herz zu verschenken“.

Eine sehr eindrucksvolle und aufklärende Aufstellung mit Gesichtern von allen Generationen.

Mit einem Flyer „Let the beat got on – Entscheide Dich“ werden durch die Landeszentrale speziell Jugendliche angesprochen.

Denn Jugendliche ab 16 Jahren können selbst über eine Organspende entscheiden.

Ich denke oft an die Mutter, die bei der Fotoausstellung einen Dankensbrief an die Selbsthilfegruppe „Organspende“ ihres Sohnes übergeben hat, stellvertretend für den anonymen Spender seines Herzen.

Der Junge würde ohne dieses Herzensspende heute nicht mehr leben.

Das war nur ein Beispiel, ein sehr berührendes.

Wir haben natürlich Verständnis dafür, dass die Entscheidung eines oder mehrere Organe nach dem Tod für andere zur Verfügung zu stellen, eine ganz persönliche ist, die möglicherweise auch von Glaubenseinstellungen geprägt sein könnte.

An dieser Stelle möchte ich die gemeinsame Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zu Organspende und Organtransplantation erwähnen.

Beide Kirchen erklären darin, dass aus christlicher Sicht die Bereitschaft zur Organspende ein Zeichen der Nächstenliebe und der Solidarität mit Kranken und Behinderten sei.

Auch Vertreter des Judentums und des Islams haben sich mit Verweis auf die Nächstenliebe befürwortend gegenüber der Organspende geäußert.

Wie auch humanistisch sekuläre Verbände Organspende aus ethisch-moralischen Gründen befürworten.

Dafür unseren herzlichsten Dank und Anerkennung.

Es muss uns gelingen, die Haltung der Kirchen und Verbänden stärker zu publizieren.

In neun Absätzen wird in unserem gemeinsamen Antrag formuliert, welche Maßnahmen künftig ergriffen werden sollen, damit durch Aufklärung, Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen, Verbänden und Vereinigungen das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Stellenwert der Organspende gestärkt wird.

Menschen in allen Lebensphasen über Organspenden zu informierten und zu sensibilisieren.

Letztendlich müssen auch die Formulierungen in Patientenverfügung mit Verweis auf Organspenden anpasst werden.

Und schlussendlich müssen die Arbeitsbedingungen der Transplantationsbeauftragten optimiert werden.

Auch mit Zeit und Geld.

Wenn wir es schaffen, alle Ziele, die wir in diesem gemeinsamen Antrag formuliert haben, mit Hilfe aller wichtigen Akteure bald umzusetzen, dürften es künftig nicht mehr 70 % der Deutschen sein, die der Organspenden positiv gegenüber stehen, sondern 70 % werden einen Organspenderausweis haben.

 
 

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